Gesunde Mitarbeiter sichern Erfolge. Interview mit Christian Lombardt, Gründer und Geschäftsführer GesundheitsTicket GmbH
„Jeder Mitarbeiter wählt selbst seine Vorsorge und zahlt mit seinem GesundheitsTicket oder seinem GesundheitsTicket plus – außerhalb des Unternehmens und in seiner Freizeit.“

Bilder zur Verfügung gestellt von Gesundheitsticket GmbH

GesundheitsTicket klingt nach einem inhaltsvollen Namen. Was verbirgt sich dahinter?
Wir bieten skalierbare Instrumente für die steuerbefreite betriebliche Gesundheitsvorsorge. Das GesundheitsTicket bündelt regionale Präventionsangebote von Autogenem Training, Heilpraktikerleistungen, Massagen und Physiotherapie bis Fitnessstudio, Schwimmen, Yoga und Qigong. Wir vernetzen Gesundheitsdienstleister mit Ticket-Inhabern und kümmern uns Abrechnungen und steuerliche Dokumentationen. Das heißt, wir organisieren die externe betriebliche Gesundheitsvorsorge von Unternehmen aller Größen.

Wie läuft das konkret ab?
Die Mitarbeiter erhalten ein individuelles Ticket-Budget von ihrem Arbeitgeber. Ihr Guthaben können sie bei unseren über 7.000 Gesundheitspartnern bundesweit einsetzen. Durch die hohe Individualität wird dieses Arbeitgeber-Benefit sehr gut angenommen. Teilweise haben wir Nutzungsquoten bis über 90%.

Wie kommt das GesundheitsTicket hier in der Region an?
Einer unserer langjährigen Kunden hier ist IBM. Mittlerweile rechnen die Gesundheitsdienstleister aller IBM-Lokationen über uns ab, das nimmt dem Unternehmen viel Verwaltungsarbeit ab.

Sie empfehlen Betriebliches Gesundheitsmanagement in regionalen Mikrozellen. Was kann man sich darunter vorstellen?
Vielfältige Gesundheitsangebote vor Ort bereitzustellen bedeutet insbesondere für kleinere Unternehmen oft eine unüberwindbare Hürde. Tun sich jedoch Unternehmen an einem Ort zusammen, beispielsweise in Industrieparks, Einkaufsstraßen oder Bürogebäuden, erschließen sie sich dadurch neue Potentiale für die Förderung der Mitarbeitergesundheit: Mit unserem RegioHealth-Ansatz begleiten wir dieses überbetriebliche Gesundheitsmanagement.

Das klingt ja gut. Wie sieht das in der Praxis aus?
Unser RegioHealth-Manager vor Ort kümmert sich um den Bedarf in den Unternehmen, sucht die dafür geeigneten Gesundheitsdienstleister, stellt die passenden Angebote zusammen, organisiert die Kurse über unser Portal und evaluiert die Maßnahmen. Außerdem stellt er den Kontakt zu Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Kammern und Verbänden her, um auch deren Leistungen einzubinden.

Wie wird Ihrer Meinung nach die Zukunft im betrieblichen Gesundheitsbereich aussehen, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung?
Die Digitalisierung macht vieles einfacher und zugänglicher, das sehe ich als klaren Vorteil. Alles was automatische Abläufe erleichtert, wird sicherlich noch zunehmen und uns damit das Leben angenehmer machen. Was meiner Ansicht nach bleibt, ist die zwischenmenschliche Komponente. Ich glaube nicht, dass wir künftig zur Osteopathie oder zum Wirbelsäulen-Kurs bei einem Roboter gehen.

Welche Gesundheitstrends halten Sie momentan für die spannendsten?
Die WHO konstatiert, dass zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts die ansteigenden psychischen Erkrankungen zählen. Ich bin gespannt auf die Antworten, die wir darauf finden werden. Sie sollten möglichst schon präventiv die mentale Gesundheit stärken und schützen. Da brauchen wir einiges mehr als das, was bisher bekannt und anerkannt ist.

Privat beschäftige ich mich viel mit Ernährungsthemen und Community-Ansätzen für ein gelingendes Miteinander in unseren heterogenen Gesellschaften.

Haben Sie einen Tipp für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen hier in der Gegend, wie sie am besten die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern können?
Gesundheit hängt eng mit Lebensfreude zusammen. Behalten Sie bei allen Fördermöglichkeiten im Blick, was Ihnen allen Freude bereitet – damit sind Sie auf dem besten Weg.

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